Naturheilverfahren

Homöopathie / antroposophische Medizin / Phytotherapie

Diese Heilverfahren sind darauf ausgerichtet die Selbstheilungskräfte des Organismus anzuregen. Anders als in der Schulmedizin, die in erster Linie Krankheitskeime abtöten, Krankheitsprozesse unterdrücken und fehlende Stoffe ersetzen möchte, geht es darum, den Patienten zu helfen, die Krankheit aus eigener Kraft zu überwinden. Der Mensch wird als Einheit von Körper, Seele und Individualität wahrgenommen. Diese beeinflussen sich wechselseitig. Dies wird auch bei der Auswahl des Arzneimittels berücksichtigt. So werden nicht nur die Symptome, sondern auch die Gemütslage, Gewohnheiten, Bedürfnisse etc. miteinbezogen.

Die Ausgangssubstanzen sind mineralische (z.B. Kalk, Schwefel), metallische (z.B. Gold, Kupfer), pflanzliche (z.B. Arnika, Ringelblume) und tierische (z.B. Schlangengift, Bienengift) Stoffe. Nur in der Phytotherapie werden ausschliesslich pflanzliche Ausgangsstoffe schonend zu Urtinkturen (Essenzen) verarbeitet. Homöopathische Mittel werden, ausgehend von der Ursubstanz, in zahlreichen Schritten verdünnt und auf vorgeschriebene Weise verschüttelt. Je niedriger die Potenz, desto mehr Ursubstanz befindet sich in der Arznei und desto körperbezogener ist die Wirkung. Wenn also die körperliche Ebene einer besonderen Stärkung bedarf, kann ein hochwertiges pflanzliches Mittel unterstützend und heilungsfördernd wirken.

Eigenbluttherapie

Eine zusätzliche, unterstützende Heilmethode zur Aktivierung der Abwehrreaktionen ist die Eigenbluttherapie. Sie ist eine unspezifische Reiztherapie, bei der entnommenes Venenblut – direkt oder mit einem homöopathischen Arzneimittel aufbereitet – in die Muskulatur zurückgespritzt wird. Dabei ist der Reiz, nicht die Menge ausschlaggebend. Im akuten Zustand kann die Eigenbluttherapie 2-3 mal pro Woche erfolgen. Chronische Prozesse verlangen meist längere Abstände von 4-5 Tagen. Der Behandlungszeitraum beträgt meist 6-8 Wochen und schließt 10 Injektionen ein. Nach einer längeren Pause kann eine weitere Injektionsserie folgen.

U.a. lassen sich behandeln:

  • Akute und chronische Infektionen
  • Degenerative Prozesse
  • Immunschwäche
  • Allergien, Hauterkrankungen
  • Dysbalance des psychischen und physischen Befindens
  • Chronische Schmerzzustände

Neuraltherapie

Schon lange Zeit sind die Zusammenhänge zwischen inneren Organen und bestimmten Partien auf der Haut Bestandteil medizinischem Wissens. Unser Körper lässt sich in zahlreiche Segmente gliedern. Zu jedem Segment gehören zugeordnete Hautgebiete, innere Organe bzw. Organteile, bestimmte Nervenstränge und ein bestimmter Wirbel der Wirbelsäule. Die Neuraltherapie nutzt die verbindenden Nerven als Überträger von äußerlich gesetzten Reizen mittels Injektionen, die das zugehörige Organ anregen sollen. So lassen sich Schmerzen lindern und Blockaden, die den Energiefluss behindern, beseitigen. So ist auch die Behandlung von verwachsenen Narben wichtig für einen freien Energiefluss. Verwendet wird 1 % Procain, das bei Bedarf mit homöopathischen Arzneien ergänzt wird.